Dienstag, 31. Januar 2012
Seit einiger Zeit werde ich immer häufiger gefragt, ob es für Coaches und Trainer Sinn macht, sein Onlinemarkting auch
auf Google Plus auszudehnen.
Nun ist das mit dem “Sinn machen” so eine Sache.
Nähern wir uns der Frage mal ein wenig an:
Die Nutzerzahlen
Zunächst mal zu den Zahlen: 90 Millionen sollen sich inzwischen bei Google Plus angemeldet haben. Das mag viel erscheinen, jedoch muss man dabei zwei Dinge bedenken: Nutzerzahlen sind das eine, tatsächliche User, die also regelmäßig bei Google Plus aktiv sind, das andere. Viele haben sich einfach mal registriert und der Account dümpelt nun vor sich hin. Oder sie wollten sich nur ihren Namen bei Google Plus sichern.
Verglichen jedoch mit den Nutzerzahlen von Facebook, nämlich 800 Millionen, ist das noch gering. Auch weil es dort weniger Nutzer gibt, die ihren Facebookaccount ruhen lassen. Also sind mehr User bei Facebook aktiv. Das spricht für Facebook, eindeutig.
Zumindest die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Kommen wir nun zu der Frage, ob ein Engagement bei Google Plus Sinn macht.
Social Media und der Faktor Zeit
Sinn macht es meiner Meinung nur dann, wenn Sie zusätzlich Zeit für Social Media haben. Sollten Sie jedoch mit Twitter und/oder Facebook schon an Ihre Grenzen stoßen, dann lassen Sie es. Ich bin bei meinen Beratungen da ziemlich deutlich: Nichts ist schlimmer, als halbherzig das Social-Media-Klavier zu spielen: Mal ein Tweet hier, mal eine Statusmeldung da, mal ein Kommentar dort. Social Media Marketing setzt Regelmäßigkeit und Kontinuität voraus.
Das bedeutet, dass Sie sich Zeit dafür einplanen sollten.
Google Plus in Verbund mit der Google-Familie
Gerade hat Google allen Nutzern seine neue Datenschutzbestimmung gezeigt. Dies bedeutet nun, dass die Google-Familie um Googlemail, Youtube, Picasa, Google Plus und vielen anderen Produkten immer mehr verschmelzen. Schon mehren sich die kritischen Stimmen, dass die Suchmaschine Google Aktivitäten in den eigenen Produkten mehr gewichten werde. So berichtet z.B. der Onlinemarketing-Experte Bjørn Tantau , dass es zu einem Eklat zwischen Google und Twitter auf der diesjährigen Consumer Electronic Show (SES) gekommen ist: Weil Google nun stärker Twitter und Facebook zugunsten von Google Plus bei der Suche ausgrenzt, wurde das geplante Treffen zwischen Google und Twitter kurzerhand abgesagt.
Und so kann es doch von Nutzen sein, über ein Engagement bei Google Plus nachzudenken.
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Dienstag, 7. Februar 2012 um 11:17
Danke für den interessanten Beitrag, den ich nur bestätigen kann. Social Media kostet – richtig gemacht – sehr viel Zeit und es ist kaum möglich, auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen.
Trotzdem wird man durch “Google Plus Search Your World” daran nicht vorbeikommen. Die chronologische Entwicklung findet man bei Interesse in meiner Linksammlung:
http://erfolgreichewebseiten.de/google-plus-und-die-auswirkungen-auf-die-google-suchmaschine
Donnerstag, 16. Februar 2012 um 13:40
also insbesondere für Deutschland bin ich was Google+ für Coaches betrifft extrem skeptisch… Eine Facebook seite, ja, aber Google+ ist mir zuviel Twitter und zuwenig “Freund”
was wollen wir als Coaches denn ständig posten? Und welche potentiellen Klienten sehen Google+ als seriöses Medium, um sich Coaches zu suchen?
Nein, für mich kein + als Coach
meine 2ct
Daniel
Donnerstag, 16. Februar 2012 um 16:06
Vielen Dank für den Kommentar, Daniel, im Moment sind noch recht wenige Coaches auf Google Plus, das ändert sich jedoch allmählich.