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Dienstag, 20. April 2010

Interview mit Audrey Bär, Coach und Autorin

Von Henri Apell

Gestern habe ich Ihnen das Buch der Personal Coach Audrey Bär Vom Regenbogentierchen und anderen Merkwürdigkeiten vorgestellt.

Dazu habe ich auch ein kurzen Interview mit ihr geführt und Audrey Bär hat bereitwillig Auskunft gegeben.

Mit ginge es vor allem natürlich um ihr Buchprojekt und auch um ihre Arbeit als Coach.

Hier das Interview:

Beschreiben Sie kurz sich und Ihre Arbeit:

Ich bin als psychologische Beraterin hauptsächlich im Bereich des Veränderungsmanagements tätig. In meinem Leben habe ich viele Erfahrungen gemacht und so weiß ich, dass Menschen, deren Charakter und deren Leben ein wertvolles Gut sind. Sie verdienen es, jede Minute mit Respekt und Vertrauen behandelt zu werden. Manchmal geraten Menschen eben in berufliche und private Situationen, auf deren ihre bisherigen Strategien nicht mehr zutreffen und z.B. ein Zustand des Unwohlseins und/oder der Überforderung eintritt. Verzweiflung, Burnout oder Aggressionen sind eine häufige Reaktion darauf.

Meine Aufgabe ist es, auf Augenhöhe die Situationen, die Hintergründe und die Emotionen herauszuarbeiten, um u.a. eine für den Mandanten passende Handlungsalternative, Verständnis für den Gegenpart oder Motivation/Stärke anzubieten.

Wer sich jetzt denkt, das sei nur bei „normalen“ und „schwachen“ Menschen so; nein, auch Führungskräfte und Manager, ja sogar Kinder, sind intensiven Situationen ausgesetzt.

Manchmal fehlt trotzdem nur ein kleines Stück zum Glück!

Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Buch?

Als Beraterin arbeite ich mit unterschiedlichsten Methoden. NLP (Neuro-Linguistische-Programmierung) und Hypnose sind nur einige davon.

Metaphern haben sich in meiner Arbeit bewährt und sehr gute Ergebnisse erzielt. Im Austausch mit Kollegen hörte ich nur allzu oft, dass diese auch gerne mehr Metaphern einsetzen würden, es aber an Zeit und Kreativität auf Knopfdruck fehle. So habe ich mich an meine ersten Schritte im Bereich der Trance-Arbeit und Metaphern erinnert und sah mich in Gedanken von meinem Seminarblock kommend im Internet nach Literatur zum Thema suchend. Natürlich fand ich Einiges, nur war es für mich irgendwie so „kalt“. Ich hätte mir schon zu der Zeit etwas gewünscht, was liebevoller und „wärmer“ ist.

Wer mich kennt weiß, dass ich weder ein Verfechter von negativen Gedanken bin, noch Situationen einfach als gegeben annehme. Also, nicht meckern, sondern machen!

Wie lange haben Sie daran geschrieben?

Das ist eine sehr gute Frage, die sich leider nicht so einfach beantworten lässt. Es war nicht so, dass ich erst daran dachte, ein Buch zu publizieren und mich dann ans Schreiben gemacht habe. Vielmehr habe ich im Laufe der Zeit Metaphern für verschiedene Problemstellungen geschrieben und angewendet. Erst nach der steigenden Anfrage von Kollegen und dem Feedback meiner Mandanten bekam ich den Impuls, diese in Form eines Buches zu veröffentlichen.

Sind noch weitere Aktionen dieser Art von Ihnen geplant (E-Book o.ä.)?

Ich bin überwältigt von der positiven Resonanz, die „Vom Regenbogentierchen und anderen Merkwürdigkeiten“ hervorgerufen hat. Die Emails und Anrufe bestätigen mir, dass die Menschen für Metaphern offen sind und dass der Weg des sanften Auseinandersetzen mit Problemen favorisiert wird.

Ich richte mich mit meinen Ideen gerne an einem für mich sichtbaren Trend. Viele Leser kamen auf mich zu und „wünschten“ sich ein Metaphernbuch für den Beziehungsbereich. So plane ich ein weiteres Buch „Metaphern für Frauen, die Männer haben... und anders herum!“, welches wahrscheinlich am Ende des Jahres herauskommen wird. Es wird nur für Erwachsene sein, mit knackigeren Themen und Stilmitteln, aber in der gewohnten liebevollen, leicht verdaulichen Denkweise. Der König im Karottenbeet, der patzige Vogel und Kaugummi am Schuh sind nur einige der Metaphern, die sich in dem Buch wiederfinden werden.

Und eins kann ich dazu noch verraten, es wird eine kostenlose Vertonung einer der Metaphern aus dem ersten Buch als Dankeschön beinhalten. Ob dies als CD oder als Link zum Download sein wird, ist jetzt noch nicht festgelegt.

Und noch ein kurze Bemerkung zu meiner Person:

Ich bin jetzt 36 Jahre und liebe das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.

Frei nach Immanuel Kant „Ich kann, weil ich will, was ich muss“ widme ich mich dem, was mich am meisten interessiert: Menschen, Strategien und Lebensumstände. Auch wenn dies unter verschiedenen Branchen-Konstellationen stattfindet, so schlägt mein Herz immer für das Wohlbefinden und den Erfolg anderer. Als junge Führungskraft stellte ich bereits fest, dass nur wenn meine Mitarbeiter glücklich und erfolgreich sind, es dem Unternehmen gut geht.

Ursprünglich bin ich im Vertrieb groß geworden, wo ich auch durch die Schulungen erste Berührungspunkte mit NLP und Coaching fand. Ich machte mich mit Anfang 20 selbständig und erfüllte mir letztlich den Traum, Telefoncoach und psychologischer Berater zu werden.

Weiterbildungen in NLP, Hypnose und anderen Formaten und Methoden runden mein Leben ab und so bin ich jetzt in der glücklichen Position, anderen Menschen professionell zu helfen und diese zu unterstützen.

Es gab immer wieder Phasen in meinem Leben, da hätte ich mir wirklich jemanden gewünscht, der mich symbolisch an die Hand nimmt und mich durch die Situation führt.

Neugier und Verständnis sind daher Werte, die für mich immer präsent sind. Respekt und Vertrauen an der Tagesordnung. Keiner ist perfekt und hinter die Kulissen zu blicken, eine Wahrheit zu sehen und den Menschen als Gesamtes zu verstehen, ist die Basis meiner persönlichen Definition.

Ich denke, dass wenn jeder nur wenigstens einen kleinen Moment die Neugier entwickeln würde, einige Meter in den Schuhen des anderen zu laufen, manche Konflikte gar nicht entstehen würden.

Vielen Dank für das Interview. Viel Erfolg mit Ihrer Arbeit und mit dem Buch. Ich freue mich schon auf die "Vertonung" eines der Metaphern.