Montag, 20. Oktober 2008

Interview mit Markus Melzer

Von Henri Apell

Markus Melzer kennen wahrscheinlich einige unter Ihnen als Betreiber der Plattform nlpofflimits.

Doch dies ist nur eines von vielen Projekten, die er und sein Team betreuen. Der studierte Betriebswirt beschäftigte sich in seiner Diplomarbeit mit NLP und so kam es zur Gründung der ersten Plattform.

Ich hatte die Gelegenheit, mit Markus ein längeres Interview zu führen.

  • 1. Deine erste Datenbank war NLP off Limits. Wie kamst Du auf die Idee mit der Datenbank?

Die Idee zu NLP off Limits ist während des Schreibens meiner Diplomarbeit „Ein Ansatz zur Implementierung des NLP in der betrieblichen Praxis” entstanden. Jedes Training im Betrieb hängt unmittelbar mit der Auswahl eines Trainers zusammen. Da ich in der Literatur keine überzeugenden Möglichkeiten gefunden habe und mich das Internet auch nicht zufrieden stellte, entschloss ich mich die Idee der Trainer – Bewertung eben selbst ins Leben zu rufen. Die ersten Anfänge erfuhren sofort großen Zuspruch, dann machte ich einfach immer den nächsten logischen Schritt.

 

  • 2. Gab es viele kritische Stimmen?

Ganz im Gegenteil, viele Trainer und Seminarteilnehmer tragen ständig zusätzliche Ideen für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Datenbank an mich heran. Den kritischen Stimmen, die mir gegenüber geäußert wurden, habe ich mich natürlich – mit der gebotenen Sorgfalt – gewidmet. In den meisten Fällen konnte die unterschiedliche Sichtweise durch eine offene Diskussion und das Aufzeigen meiner Vision ausgeräumt werden. Im Verhältnis zu den aufmunternden Worten sind die kritischen Meinungen aber klar in der Unterzahl.

 

  • 3. Wie wurde die Idee unter den NLP Trainer aufgenommen?

Ich denke „skeptisch” trifft es. Einige waren auch sofort begeistert und haben mich von Anfang an unterstützt. Nennen möchte ich hier 3 Vertreter: Chris Mulzer, Dr. Rupprecht Werth und Julian Wolf. Auch viele Andere haben Ihren Teil beigetragen, dafür möchte ich hier nochmals Allen danken. Mit dem Größerwerden der Datenbank und dem Schaffen vieler neuer Features konnte ich einige Skeptiker der frühen Stunde doch noch für einen Auftritt in der Datenbank gewinnen. Auch diesen Trainern gilt mein Respekt, die eigene Meinung anderen Umständen und Erneuerungen anzupassen.

 

  • 4. Wie verliefen am Anfang die Anmeldungen?

Die Entwicklung bei NLP off Limits kann ich mit einem Wort sehr gut beschreiben „Stetig”. In den vergangenen 25 Wochen gab es keine Woche mit weniger als 10 Anmeldungen und auch keine mit mehr als 20 Anmeldungen!

 

Die Idee der Branchen-Teilung und Trainerbewertung sorgte natürlich auch bei Trainern anderer Branchen für Gesprächsstoff. Da dachte ich mir, warum nicht generalisieren? Und.. Gedacht, Getan! Unterstützer aus dem Bekanntenkreis waren sehr schnell gefunden.

 

  • 6. Inwieweit kannst Du Manipulation bei den Bewertungen ausschließen?

Mittlerweile haben wir ein “Bewertungscode-System” eingeführt. D.h., jeder Trainer erhält einen Link mit eingebautem Code, den er seinen Teilnehmern zusendet. Desweiteren prüfen wir jede eingehende Bewertung mit einem komplexen Algorithmus mit mehr als 20 Variablen auf mögliche Manipulation.

 

  • 7. Wie tragen sich die Datenbanken finanziell?

Gar nicht. Sie sind ein absolutes Verlust-„geschäft”.  Langfristig ist es angedacht, die Idee noch weiter auszubauen. So werden wir zu gegebener Zeit auch die Buchung über die jeweilige Datenbank anbieten.

Hier zeigt sich wieder wie sinnvoll die Bereichs-Splittung ist. Eine zentrale Trainer-Datenbank ist für den User einfach nicht komfortabel. Es gibt zu viele Unterschiede. Bei IT zeigen sich sehr große Unterschiede, auf die wir natürlich reagieren und schon reagiert haben. Der Start war nicht so reibungslos wie bei Rhetorik und Verkauf, aber wir hören auf den Markt. Er gibt die Richtung vor.

  • 9. Möchtest Du selbst auch im Trainerbereich tätig sein?

Vorerst nicht. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Beruf und in 10-15 Jahren kann ich mir das sehr gut vorstellen. Bis ich diesen Beruf gut ausüben kann muss ich noch einiges hinzulernen und darauf freue ich mich.

 

  • 10. Du scheinst ein kreativer Kopf zu sein. Hast Du noch mehr Idee für Datenbanken?

Oh ja.  Eine Datenbank kommt auf jeden Fall noch. Ich möchte hier noch nicht zu viel verraten, nur soviel: Wenn die Idee so angenommen wird, wie wir vermuten, kann das ein Schritt in eine „bessere Welt”  bedeuten.  Ich bin gespannt.

Ich auch! Markus, vielen Dank für das sehr ausführliche Interview und dir und deinem Team noch ganz viel Erfolg!

 

Hat Ihnen das Interview gefallen? Schön, dann erzählen Sie`s doch einfach weiter. Danke!


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