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Dienstag, 7. Oktober 2008

Domain-Endungen ab 2009 frei wählbar

Von Henri Apell

Bis jetzt gibt es Domain-Endungen wie .de, .com, .net, .info, .org usw. Nun verkündet die ICANN, die weltweite Registrierungs- und Verwaltungsstelle für Domain-Namen im Internet, dass diese Endungen ab 2009 frei wählbar sind.

Im Klartext: Firmen können ihre eigenen Namen (z.B. Haribo oder Nivea) oder den ihrer Produkte (z.B. Fanta oder Sprite) als Endung wählen.

Einige Beispiele für solche URLs:

  • hautcreme.nivea
  • cabrio.bmw
  • computer.apple

Mit ein Grund ist die Verknappung des Angebots an Domainnamen. So werden viele gute Domainnamen von Domainnamenhändlern “geparkt”. Diese versuchen, mit dem Verkauf der Namen ordentlich Reibach zu machen. Aufgepusht werden sie durch sensationelle Nachrichten: So hat ein Namenshändler in den USA für die Domain pizza.com über eine Million US-Dollar kassiert. Bei der Freigabe der .eu-Endungen haben diese Händler wieder ordentlich zugeschlagen, bei .asia-Endungen ebenfalls und nun bei den .me-Endungen. Schauen Sie doch mal bei coach.me nach! Bei der Vergabe der neuen .tel-Endungen ab 3. Dezember 2008 wird es ähnlich sein. Dies ist ein ganz legaler Handel, nur zur Klarstellung. Manche Menschen verdienen so ihr Geld, und das nicht mal schlecht, weil sie ein gutes Gespür für Trends haben.

Ein Trost: Bei der Neuregelung dürfte mancher Namensvorrat bald nahezu wertlos sein.

Wie kommen Sie an die neuen Domain-Namen?

Was sollten Sie jetzt tun? Der genaue Termin und das Vergabeprozedere ist noch nicht bekannt, die ICANN hüllt sich noch in Schweigen. Ich halte Sie jedoch auf dem Laufenden.

Es wird wohl ein mehrstufiges Verfahren geben und dies ist durchaus sinnvoll: Zuerst kommen die Firmen zum Zuge, die bereits Markenrechte vorweisen können, also eingetragene Marken wie z.B. Nivea, Veltins, CocaCola, Apple, Pepsi. Dies ist die sog. “Sunrise-Phase”.

In der nächsten Stufe können dann auch diejenigen ohne Markenrechte zum Zug kommen. Dann sind auch Auktionen denkbar: Wer am meisten bietet, hat sie. Diese Phase nennt man “Landrush-Phase”.

Wichtig: Mehr als 64 Zeichen dürfen die neuen Domains nicht haben.

Was sollten Sie schon mal tun?

1. Markenschutz: Haben Sie ein Trainigskonzept entwickelt? Oder ein neues Coachingverfahren? Denken Sie doch mal über einen Markeneintragung beim Deutschen Patentamt nach.

2. Entwickeln Sie schon mal neue URLs: Ihre Domain könnte dann so aussehen: kategorie.firmenname. Ob Zahlen oder auch Sonderzeichen dabei sein können, ist noch nicht geklärt.

3. Achten Sie bei den URLs darauf, dass die Keywords auch auftauchen. Keywords in der URL bedeutet für die Google-Suchmaschine, dass Sie ein besseres Ranking bekommen. Wenn Sie z.B. Mediationen durchführen, dann sollte das Wort auch vorkommen.

Wo bekomme ich Informationen?

- Bei der weltweiten Registrierungsstelle für Domain-Namen ICANN

- Bei der deutschen Vergabestelle, der EPAG

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