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Donnerstag, 24. Juli 2008

Pharma-Spam – ärgerlich und gefährlich

Von Henri Apell

Wer als Selbstständiger seine E-Mail-Spuren hinterlässt, der kriegt sie früher oder später und manchmal sind sie so raffiniert, dass sie durch den Spamfilter schlüpfen. Ich meine die sogenannten Pharma-Spams: Titelzeilen wie “Buy V..gra”, “Energie für Ihr bestes Stück”, “Das blaue Wunder” oder “Jetzt billiger: C..alis – man(n) will immer” und so weiter.

Hier werden Potenzmittel aus dem Ausland meist sehr preiswert angeboten. Es gibt Zeiten, da bekomme ich sehr viele und dann ist wieder für eine Weile Ruhe. Ärgerlich sind diese Spams aber trotzdem. Einen Fehler dürfen Sie auf keinen Fall begehen!

 

Antworten Sie niemals auf solch eine Mail! Diese Spammer kaufen sich entweder Adressen von anderen oder suchen mit Hilfe von Suchmaschinen das Internet nach Adressen ab. Immer bei einem (at)-Zeichen schlagen sie Alarm und schon ist Ihre E-Mail-Adresse gespeichert. Am besten gar nicht ärgern und gleich löschen. Gar nicht erst öffnen. Wenn Sie denen antworten, dann wissen die, dass es Sie wirklich gibt und dass Sie Ihre Mails auch lesen.

Der Präsident der Wirtschaftsinitiative “no abuse in internet” (naiin) ist sich sicher: Würden sich solche Spams nicht finanziell lohnen, hätten die Spammer diese Art von Werbung schon längst eingestellt.

In ihrer Pressemitteilung vom 22. Juli 2008 warnte naiin noch einmal ausdrücklich vor den gesundheitlichen Risiken. Schließlich handelt es sich bei den Präparaten um Fälschungen und man kann sich nicht sicher sein, was in den Pillen drin ist.

Die Organisation geht sogar noch weiter und kritisiert die Haltung der Pharmaindustrie, die sich ihrer Meinung nicht genug von solchen Spam-Mails distanziert. Schließlich werden geschützete Markennamen missbraucht. Naiin vermutet sogar, dass die Firmen durch solche millionenfache Gratis-Werbung profitieren. Man wolle die Pharmaindustrie stärker in die Pflicht nehmen.

Bleibt abzuwarten, ob wir in Zukunft von solchen Mails mehr verschont bleiben und unser Postfach mit wirklich wichtigen Mails gefüllt wird.

Die Pressemitteilung von naiin finden Sie hier.


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